Eingewöhnung
Ankommen in der Herde
Ein neues Pferd zieht bei uns nicht am ersten Tag in die Gruppe. Es bekommt einen eigenen Auslauf, Zeit — und die Gelegenheit, jedes Herdenmitglied einzeln kennenzulernen.
Eine Herde ist kein Zufallsprodukt. Wer zu wem passt, entscheidet sich an Charakter, Alter und Temperament, an den Gewohnheiten der Pferde, die schon da sind, und daran, was ein neues Pferd mitbringt. Diese Frage lässt sich weder am Telefon klären noch an einem Nachmittag.
Deshalb nehmen wir uns für die Eingewöhnung bewusst mehrere Wochen Zeit. Wir beobachten, wir gehen kleine Schritte, und wir gehen den nächsten erst, wenn der vorige ruhig verlaufen ist.
Schritt für Schritt
So läuft die Eingewöhnung
Vier Stationen — jede so lang, wie sie für das einzelne Pferd dauern muss.
1. Ankommen
Das neue Pferd zieht zuerst in unsere großzügige Paddock- und Quarantänebox. Von dort sieht, hört und riecht es den Betrieb, hat aber seinen eigenen, ruhigen Bereich.
2. Die passende Herde
Welche Gruppe infrage kommt, klären wir gemeinsam mit Ihnen: Was braucht Ihr Pferd, was kennt es, wie geht es mit anderen um? Ihre Einschätzung fließt in die Entscheidung ein.
3. Einzeln kennenlernen
Auf eigens abgezäunten Flächen trifft Ihr Pferd jedes Herdenmitglied einzeln — über mehrere Wochen und immer unter Beobachtung.
4. In die Herde
Erst wenn kein hohes Risiko einer Auseinandersetzung mehr besteht, geht Ihr Pferd in die Gruppe. Vorher nicht.
Kennenlernen
Einzeln, über Wochen, unter Beobachtung
Statt ein neues Pferd in die fertige Gruppe zu stellen und zu hoffen, drehen wir den Ablauf um: Ihr Pferd lernt die Herde Pferd für Pferd kennen. Für jede Begegnung gibt es eine eigens abgezäunte Fläche, und bei jeder Begegnung ist jemand dabei.
Das dauert. Es ist aber der Unterschied zwischen einer Rangordnung, die sich in Ruhe sortiert, und einer, die in der ersten Nacht ausgetragen wird.
- Eigens abgezäunte Kennenlernflächen
- Eine Begegnung nach der anderen
- Immer in Begleitung des Stallteams
- Das Tempo gibt das Pferd vor
Über die Zusammensetzung der Herden und den Ablauf der Integration entscheiden wir. Das ist keine Formalie, sondern eine Frage der Sicherheit: Wir sehen diese Pferde jeden Tag. Wir kennen ihre Rangordnung, ihre Freundschaften und ihre Empfindlichkeiten — und wir tragen die Verantwortung dafür, dass niemand zu Schaden kommt.
Ihr Blick auf Ihr Pferd ist uns dabei ausdrücklich willkommen: Sagen Sie uns, was Sie beobachten, was Ihr Pferd aus seinem bisherigen Zuhause kennt und was ihm schwerfällt. Und wenn Ihr Pferd sich in seiner Gruppe nicht wohlfühlt, suchen wir eine Lösung im Sinne der betroffenen Pferde.
Häufige Fragen zur Eingewöhnung
Wo steht mein Pferd, wenn es ankommt?
In unserer großzügigen Paddock- und Quarantänebox. Sie ist der erste Platz für jedes neue Pferd — mit eigenem Auslauf und in Sicht- und Hörweite des Betriebs.
Wie lange dauert die Eingewöhnung?
Mehrere Wochen. Ihr Pferd lernt jedes Herdenmitglied einzeln kennen, und wir gehen den nächsten Schritt erst, wenn der vorige ruhig verlaufen ist. Ein festes Datum nennen wir deshalb bewusst nicht.
Wer entscheidet, in welche Herde mein Pferd kommt?
Die Entscheidung liegt bei uns, getroffen wird sie aber gemeinsam mit Ihnen: Ihre Einschätzung zu Charakter und Bedürfnissen Ihres Pferdes ist ein wichtiger Teil davon.
Was passiert, wenn mein Pferd sich in der Gruppe nicht wohlfühlt?
Dann sprechen wir darüber und suchen eine Lösung im Sinne der betroffenen Pferde. Das kann ein Wechsel der Herde sein, eine weitere Kennenlernrunde oder eine andere Aufteilung — was immer für die Tiere das Richtige ist.
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